Management
Die
Anfänge kommerzieller Wildtierbewirtschaftung in Namibia wurden durch
eine Entstaatlichung des Wildes Ende der 60er Jahre begründet. Mit der
Nature Conservation Ordinance No. 31 von 1967 war das damalige Südwestafrika
das erste Land in Afrika, das den Besitz von Wildtieren privatisierte
und das Jagdrecht nach deutschem Vorbild an den Besitz von Grund und
Boden band. Dadurch wurden Wildtiere zu Wertobjekten, deren Besitz eine
rentable Ergänzung Eine Form des Wildlife-Managements besteht im freiwilligen Zusammenschluss mehrerer Farmer einer Region zu einer so genannten Conservancy mit der Absicht, gemeinsam Ziele des Naturschutzes zu verwirklichen. Die gemeinschaftliche Hege und Nutzung natürlicher Ressourcen in einem größeren Areal eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Managementkonzepte, die auf einer einzelnen Farm nur sehr schwer oder gar nicht zu realisieren wären. Langfristig gesehen können solche großflächig angelegten Hegegemeinschaften als eine Art Naturreservate des privaten Sektors eine echte Alternative und Ergänzung zu staatlichen Schutzgebieten darstellen.
Langfristig
gesehen ergeben sich aus der Organisation von Farmern in Conservancies
auch wirtschaftliche Vorteile: Jedes Conservancy-Mitglied kann sich
je nach den Be- dingungen auf seiner Farm in eine andere Richtung spezialisieren.
Gemeinsam als Conservancy können
die Farmer ein großes Angebot an touristischen Aktivitäten bieten und
somit ein weites Besucherspektrum ansprechen, das dem Trend einer nachhaltigen
Entwicklung Namibias zum internationalen Tourismus entgegenkommt.
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